Das Ranger von Buddy (A.P. Valves) hatte es mir von Anfang an angetan. Ich konnte dieses Tarrierjacket bereits einige Male vorher im Pool ausprobieren, da ein Großteil der Leihausrüstung der Tauchschule aus Buddy-Jackets besteht.
Zugegeben: Das Ranger ist keine designerische Meisterleistung. Das haben die Engländer irgendwie nicht so richtig raus, zumindest treffen sie selten meinen Geschmack.
Das Buddy Ranger ist aus technischer Sicht jedoch richtig geil. Ich persönlich bin sehr technikveliebt und immer bereit für gute Technik auch ein wenig mehr Geld auszugeben. Das Ranger ist einerseits recht minimalistisch. Es hat alles was man braucht, aber keine sinnlosen Spielereien oder irgendwelchen Schnickschnack der stört oder kaputt gehen kann.
Überzeugend ist vor allem die Verarbeitung. Die Nähte und Verschlüsse machen einen sehr vertrauenserweckenden Eindruck und lassen auf viele gemeinsame Tauchgänge hoffen.
Einige Details:
Blei: Das Ranger ist ein bleiintegriertes Jacket. In jede der beiden Bleitaschen lassen sich ca. 4-5 Kg Blei packen. Ich habe momentan jeweils 4 Kg drin und es ist noch einiges an Luft. Ob mehr als 4 Kg pro Tasche jedoch praktikabel ist, kann ich momentan noch nicht sagen. Zusätzlich zu den Bleitaschen gibt es an den Schultern zwei Taschen für jeweils 1 KG Trimblei. Diese Trimmbleitaschen sind mit jeweils drei übereinanderlappenden Klettverschlüssen gesichert und machen einen sehr haltbaren Eindruck. Hier verrutscht absolut nichts. Vielleicht bekommt man dort sogar 2 Kg unter, aber das hab ich bisher nicht getestet.
Schnallen: Die Schnallen der Schultergurte sind nicht über seitliches Zusammendrücken zu öffnen, sondern man muss darauf drücken. Das geht zwar im ersten Moment etwas schwerer als das System mit dem seitlichen Druckverschluss, macht dafür aber auch einen unverwüstlichen Eindruck.
Laschen, Taschen und D-Ringe: Das Buddy Ranger besitzt vorne zwei D-Ringe aus Metall. Es gibt auch noch eine TD-Version, welche sich primär duch mehr Befestigungsmöglichkeiten auszeichnet. Rechts und Links über den Bleitaschen befinden sich zwei Klettlaschen, mit denen man Schläuche, wie z.B. den vom Finimeter befestigen kann. Außerdem gibt es jeweils rechts und links eine große Tasche mit überlappendem Klettverschlussdeckel und zwei kleine Netze in die man z.B. den mitgeliferten Gurtschneider stecken kann.
Inflator / Autoair: Statt des üblichen Inflators habe ich mein Buddy-Ranger mit dem sog. Autoair ausrüsten lassen. Dabei handelt es sich um einen Inflator mit integrierter zweiter Stufe als alternative Luftversorgung. Sollte Deinem Buddy die Luft ausgehen, kannst Du ihn darüber mit Luft versorgen. Aufgrund der Schlauchlänge empfiehlt es sich jedoch den Autoair für die eigene Atmung zu benutzen und dem Buddy den Hauptregler zu geben. Das schönste an dieser Lösung: Man spart einen Schlauch für den Octopuss.
Flaschengurt: Das Buddy-Ranger ist mit einem der üblichen Schnellspanngurte ausgestattet, wie man sie auch von anderen Herstellern kennt. Einmal auf die Flaschengröße eingestellt ist die Flasche in wenigen Sekunden montiert. Zusätzlich hat das Jacket noch eine Flaschensicherung. Die Flasche selbst sitzt sehr gut in der Halterung. Eine Gummierung sorgt für zusätzlichen Rutschschutz.
Ventile: An der Schulter und auf untem auf dem Rücken befindet sich jeweils ein Schnellablassventil mit gut zu erreichendem und robustem Griff.
Zubehör: Standardmäßig wird das Ranger mit einem Gurtschneider ausgeliefert. Zusätzlich hat man die Möglichkeit eine kleine Ponyflasche auf dem Rücken zu montieren aus der man im Notfall atmen kann. Diese Notflasche muss jedoch separat bestellt werden. Es gibt auch die Möglichkeit das Jacket mit Kummerbund zu ordern, der aber meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig ist. Weiteres Zubehör sind ein Rückenpolster oder ein Doppel-Halterung für 2 Flaschen. Sämtliches Zubehör lässt sich einzeln bestellen und nachrüsten.
Erfahrung: Viel Erfahrung habe ich noch nicht. Aber meine ersten Versuche mit dem Ranger waren wirklich klasse. Keine Probleme mit dem Handling und einfache Tarrierung. Die Lage im Wasser ist aus meiner Sicht hervorragend. Also so, wie es sein soll.
Weiteres folgt sobald mehr Erfahrung vorhanden ist ...
Update 06.06.06Nach den ersten Tauchgängen mit dem Buddy-Ranger kann ich nur sagen: "Das Jacket ist wirklich geil". Die Verarbeitung ist absolut überzeugend und es sitzt wirklich gut. Einzig mit der Einstellung des Flaschengurts hatte ich anfangs zu kämpfen. Nachdem ich den Trick gezeigt bekommen habe, war ich aber auch davon begeistert. Ist kein Gurt für Dumpfbacken, aber wenn man es raus hat, ist das System sehr gut zu justieren. |