Der Nemo von Mares ist ein Computer in Uhrenform. Durch das moderne Design eignet er sich auch hervorragend als normale Uhr im Alltag. Andere Taucher werden Euch so evtl. als Gleichgesinnte identifizieren und auf das gemeinsame Hobby ansprechen :-)
Erhältlich ist der Nemo von Mares in drei Ausführungen. Die herkömmliche Version gibt es in Edelstahl oder Titan. Daneben existiert noch eine Sonderedition in Schwarz mit dem Namen "Black Passion". Im Rahmen dieser Edition sind ebenfalls die Flossen Avanti Quattro Excel und die Maske Demon erschienen. Auf die einzelnen Funktionen des Nemo will ich nicht eingehen. Diese könnt Ihr wunderbar auf der Homepage von Mares nachlesen. Vielmehr will ich meine persönlichen Erfahrungen schildern und die Gründe welche für den Kauf des Mares Nemo ausschlaggebend waren.
Außer dem Nemo waren noch folgende Tauchcomputer in der engeren Wahl: - Smart Pro von Uwatec / Scubapro
- Suunto Vyper
Vom Funktionsumfang unterscheiden sich diese drei Modelle nicht sonderlich. Ich denke, dass alle Geräte hervorragende Tauchcomputer sind und die Unterschiede eher in persönlichen Präferenzen liegen. Preislich bewegen sich alle drei Modelle ebenfalls im gleichen Bereich.
Was war nun Ausschlaggebend für die Entscheidung zu Gunsten des Mares Nemo?
Der Smart Pro hat sich aus dem Rennen geschossen, weil man die Batterie nicht selber wechseln kann. Das alleine hat aber nicht gereicht, da ich auch kein Problem hätte den Computer einzuschicken. Absolutes KO-Kriterium ist der Service von Scubapro/Uwatec. Was man darüber liest ist haaresträubend. Ich selber habe keine Erfahrung damit gemacht und es mag auch sein, dass es negative Einzelfälle sind über die man im Internet liest. Da es aber auch andere gute Namen unter den Herstellern von Tauchcomputern gibt, habe ich mich entschieden gar nicht erst in die Versuchung kommen zu wollen, den Service von Uwatec in Anspruch zu nehmen.
Der Suunto Vyper hat den großen Vorteil, dass man die Batterien selber auswechseln kann. Das Display ist dazu schön groß und von Besitzern dieses Gerätes liest man eigentlich auch nur Gutes. Im Endeffekt gab es daher auch kein wirkliches Killerkriterium, welches den Vyper hat ausscheiden lassen.
Letztendlich für den Nemo habe ich mich entschieden, weil er mir vom Design am besten gefällt. Wenn es sich vereinbaren lässt, lege ich neben der Funktionalität auch auf die Optik meiner Ausrüstung wert. Dazu lässt sich der Mares Nemo auch als normale Uhr tragen, was besonders im Urlaub sehr schön ist, weil man ihn dann einfach den ganzen Tag um behält. Die Batterie des Nemo kann man dazu auch selber auswechseln, was jedoch aufgrund der Garantiebestimmungen nicht zu empfehlen ist. Jeder autorisierte Mares-Fachhandel kann dies jedoch in wenigen Minuten für Euch erledigen, ohne den Computer lange einschicken zu müssen.
Praktische Erfahrungen
Bevor ich mit dem Nemo meinem ersten Tauchgang absolvierte, habe ich natürlich die Anleitung studiert. Anfänglich erschlagen vom Funktionsumfang findet man sich aber sehr schnell im Menü zurecht. Hat man einmal das Prinzip der Navigation verstanden, ist der Nemo recht einfach zu bedienen. Einen direkten Vergleich zu einem anderen Computer habe ich jedoch nicht.
Nachdem die Grundeinstellungen vorgenommen waren, konnte es also los gehen. Den ersten Tauchgang hat der Nemo von Mares im Edersee absolviert. Kümmern muss man sich dabei eigentlich um nichts. Nachdem man ins Wasser gegangen ist, schaltet sich der Nemo von alleine ein und sobald man eine Tiefe von ca. 1,5 m erreicht hat, schaltet der Computer in den Tauchgangsmodus und beginnt mit der Anzeige und Berechnung der relevanten Tauchdaten.
Sobald es richtig dunkel wird unterhalb von 20m lässt sich der Nemo nicht mehr ohne Hilfe ablesen. Dazu kann man einfach die Hintergrundbeleuchtung einschalten ihn mit einer Lampe anstrahlen. Mit der eingebauten Beleuchtung lässt sich der Nemo wunderbar ablesen, mit einer Lampe muss man ein wenig probieren um einen geeigneten Winkel zu finden, in dem sich das Licht der Lampe nicht im Glas spiegelt. Aber auch das ist kein Problem.
Während des Tauchgang hat man sämtliche Daten gut im Blick und die verbleibende Nullzeit wird permanent angepassst. Während des Aufstiegs zeigt der Mares Nemo die Aufstiegsgeschwindigkeit an und warnt mit Hilfe eines akustischen Signals, wenn man zu schnell aufsteigt. Erreicht man eine Tiefe von 5 m wird man zu einem Sicherheitsstop aufgefordert, während dem man auch gut angezeigt bekommt, ob man sich zu tief oder zu flach befindet. Weicht man zu lange von der vorgengebenen Tiefe ab, wird der Sicherheitsstop abgebrochen und die Zeit beginnt von vorne.
Nach dem Tauchgang speichert der Nemo die Daten im eingebauten Logbuch, wo man dann noch einmal alle Daten in Ruhe einsehen kann. Optional kann man das Interface für die Übertragung in den PC erwerben, mit dem man dann seine Tauchgänge auf dem heimischen Rechner auswerten kann.
Fazit:
Der Mares Nemo ist genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Er bietet eine Fülle von Funktionen und lässt sich reichhaltig durch Einstellungen an die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Sobald es aber darauf ankommt, tut er einfach seinen Dienst, ohne dass man großartig am Gerät rumfummeln muss. Einfach ins Wasser und abtauchen, der Computer macht alles von alleine. |