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Taucherlampe Tillytec MPL-TT2 / Pro-TT

TillyTec Taucherlampe
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TillyTec Tauchlampe

Vorab ein paar kurze Worte zum Bestellvorgang und der Kommunikation mit TillyTec, bzw. der Firma Green Force Germany.

Alle meine E-Mails mit Fragen zu den Produkten von TillyTec wurden noch am selben Tag beantwortet, meistens sogar innerhalb von 1 bis 2 Stunden. Außerdem wird den Kunden angeboten die gekauften Tauchlampen im Wasser auszuprobieren und sie auch dann noch zurückgeben zu können, wenn sie einem nicht gefallen. Das ist wirklich ein vorbildlicher Service, der in unserer Servicewüste Deutschland absolut nicht selbstverständlich ist.

Im Vorfeld hatte ich mit verschiedenen Taucherlampen geliebäugelt. Zur Wahl standen die Kowalski 1250D oder 1250S, die Hartenberger Maxi Compact und am Ende dann auch noch die TillyTec in der Kombination MPL-TT2 mit Pro-TT-Kopf.

Das Tauchlampen-System von TillyTec ist ein Baukastensystem welches es ermöglicht verschiedene Akkus und Lampenköpfe miteinander zu kombinieren. Entweder man schraubt den Lampenkopf direkt auf den Akku und hat so eine Handlampe oder man erwirbt ein Verbindungskabel womit die Taucherlampe zur Tanklampe wird.

Ausschlaggebend für den Kauf war im Endeffekt der nette und schnelle Kontakt und natürlich das Angebot die Lampe im Wasser testen zu dürfen. Preislich liegen alle Tauchlampen, die für mich in Betracht kamen im Bereich zwischen 300,00 und 400,00 Euro.

Entschieden habe ich mich dann für die Kombination aus dem Akku MPL-TT2 und dem Lampenkopf Pro-TT.
Der Akku hat eine Leistung von 4,5 AH / 12 Volt und ist ein NiMh-Akku. Der Lampenkopf enthält einen HLX-Halogen-Brenner mit einer Leistung von 30 Watt, der von der Lichtausbeute in etwa mit einer "normalen" 50 Watt Halogen-Leuchte vergleichbar sein soll. Die Brenndauer dieser Kombination liegt bei etwa 90 Minuten.

Weiterer Vorteil ist meiner Ansicht nach die Simplizität der Technik. Lampenkopf reinschrauben - Lampe geht an. Kein Magnetschalter, der den Kompass stört oder kaputt gehen kann, kein Gar Nichts.
Es gibt auch keine aufwendigen Schaltungen, die den Akku vor Tiefentladung schützen. Das Rezept ist einfach: Tauchen - Laden - Tauchen - Laden. Je öfter, um so besser für den Akku. Man muss die Lampe nicht in einem Wasserbad leer laufen lassen um den Akku zu pflegen oder sonstigen Elektronik-Voodoo anwenden um lange etwas von der Taucherlampe zu haben. Es gibt lediglich ein paar wenige Regeln, die zu beachten sind. Dabei handelt es sich aber um kein Hexenwerk, sondern um Dinge wie die Anschlußreihenfolge beim Ladegerät. Alles in allem also kein Schnickschnack an der Lampe.

Da ich grundsätzlich dazu neige Dinge zu kaufen, die viel technischen Schickschnack in Form von Einstellungsmöglichkeiten und vielen Knöpfen bieten, ist die Lampe demnach eigentlich nichts für mich. Meine Technikverliebtheit hat jedoch auch eine Vorliebe für schlichte Dinge, die einfach nur ihren Dienst tun. Dazu gehört die TillyTec-Tauchlampe.

Nun zum Lieferumfang. Eigentlich genau das, was man erwartet.

  • Akku mit Handgriff
  • Lampenkopf
  • Gewindeschutz für den Lampenkopf
  • Ladegerät
  • Ladeplug (wird in den Akku zum Laden geschraubt)
  • Bedienungsanleitung (kurz und übersichtlich)

Alles zusammen kommt in einer kleinen blauen Mini-Kühltasche :-)

Vor dem ersten Einschalten steht der Ladevorgang des Akkus. Plug rein, Kabel dran, Stecker in die Dose, ca. 4-5 Stunden warten und fertig.
Anschließend kann man zum ersten mal den Lampenkopf in den Akku schrauben und einen ersten Kurztest machen. Natürlich sollte die Tauchlampe nicht all zu lange über Wasser betrieben werden, da eine gewisse Wärmeentwicklung statt findet, die normalerweise vom Wasser absorbiert wird. Ein kurzer Funktionstest muss natürlich dennoch sein.

Bis hierher macht die Taucherlampe von TillyTec einen sehr soliden und qualitativ absolut hochwertigen Eindruck. Nun bleibt abzuwarten, wie sie sich in der Praxis zeigt ... Forsetzung folgt.

In der Praxis

Nun hat die Lampe auch zum ersten mal Wasser gesehen. Am Wochenende waren wir im Tauchpark Ibbenbüren und ich war natürlich ganz heiß darauf meine neue Tauchlampe einzuweihen. Vorweg sei allerdings gesagt, dass man in Ibbenbüren nicht wirklich eine Unterwasserlampe benötigt :-(

Aber zunächst zum Handling. Ich habe mir noch eine einfache Strippe mit Karabiner besorgt um die Lampe am Jacket zu sichern. Das Handling selbst ist recht einfach. Ein kurzer dreh am Lampenkopf und die Lampe geht an, genauso schnell ist sie wieder ausgeschaltet. Was will man mehr. Die Taucherlampe tut genau das, was man erwartet: Sie leuchtet.

Im Unterwasserpark Ibbenbüren gibt es ein paar Höhlen, die wirklich stockduster sind. Dort konnte ich dann auch mal die Leuchtkraft der TillyTec bewundern. Besonders schön finde ich das Abstrahlverhalten des Reflektors. Er erzeugt einen ziemlich gebündelten Spot in der Mitte, strahlt aber dennoch rund um den Spot eine sehr große Fläche mit weniger Leuchtkraft an. Das kann besonders hilfreich sein, wenn man viele Schwebeteilchen im Wasser hat.

Die Akkuleistung konnte ich auch noch nicht wirklich testen. Wir haben zwei Tauchgänge gemacht von jeweils 60 Minuten und dabei war die Tauchlampe die meiste Zeit aus.

Am besten gefällt mir der Einschaltmechanismus über den Lampenkopf. Einfach rein- oder rausdrehen. Ca. eine halbe Umdrehung genügt und das funktioniert auch mit dicken Handschuhen. Ich hatte vorher zwei Kowalskis ausgeliehen und beide hatten eine etwas fummelige Schaltersicherung, die mit dicken Handschuhen nicht so einfach zu bedienen ist. Kein Problem bei der TillyTec.

Unterm Strich bin ich bestens zufrieden mit dem Gerät. Bleibt nun noch abzuwarten wie lange der Akku lebt. Da ich behaupte mit meiner Ausrüstung sehr sorgsam umzugehen, hoffe ich mal sehr lange.

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