Am 05.11.2006 waren wir zu Gast bei den Tauchern im Nordpark Duisburg. Auf dem Programm standen Tauchgänge im Tauchgasometer und in den Möllerbunkern.
Das Gasometer
Das Gasometer hat einen Durchmesser von ca. 45 Metern und ist etwa 13 Meter hoch. Eine Winde mit angehängter Gitterbox kann benutzt werden um das Tauchgerödel nach oben zu schaffen. Die Taucher selbst müssen allerdings über eine Treppe nach oben kraxeln. Oben am Gasometer angekommen blickt man auf einen überdachten dunklen See. Durch die Überdachung und die daraus resultierende Dunkelheit herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Irgendwie ruhig. Nachdem die Gitterbox entleert wurde und man sein Tauchgerät angelegt hat, kann es auch gleich los gehen. Über einen komfortablen Einstige geht es auf eine kleine Plattform und von dort aus direkt in die "Tiefen" des Gasometers. Unten erwartet einen dann die ein oder andere Sehenswürdigkeit. Direkt am Einstieg ist ein gut erhaltenes Bootswrack mit herabgelassener Ankerkette. Etwas weiter geht es in ein verwinkeltes Röhrensystem in dem es stockduster ist wenn man keine Lampe dabei hat. Die Röhren habe verschiedene Ausgänge, so dass man jederzeit herausfindet. Im weiteren Verlauf des Tauchgangs entdeckt man noch ein kleines Sportflugzeug, einen PKW und viele kleine Attraktionen, wie jede Menge Hinweis- und Verkehrsschilder, Telefonzellen und Briefkästen. Es gibt eine umfangreiche Lichtinstallation mit der die einzelnen Objekte sehr schön angestrahlt und in Szene gesetzt werden. Ohne Lampe sollte man im Gasometer dennoch nicht tauchen gehen.
Das Tauchgasometer in Duisburg ist ein sehr schöner Tauchplatz, der sich vor allem für Anfänger sehr gut eignet. Die Tiefe von ca. 12 Metern ist recht moderat und es gibt sehr viel zu entdecken. Durch die relativ kleine Fläche ist das Abenteuer aber auch nach ca. 2 bis 3 Tauchgängen erschöpft.
Bilder vom Gasometer
Die Möllerbunker
Die Möllerbunker im Nordpark Duisburg befinden sich unter den alten Hochöfen. Hier wurde das Eisenerz, der Koks und die Zusätze gelagert und für den Hochofenbetrieb gemöllert (gemischt).
Die Möllerbunker haben jeweils eine Grundfläche von 10 x 15 Metern und sollten mit nicht mehr als 3-4 Taucher gleichzeitig betaucht werden.
Nach einem Marsch über das Gelände des Nordparks steigt man über eine Treppe in den Bunker ein. Hier geht es nur nacheinander und nicht nebeneinander. Ist man erstmal unten im Bunker drin, so hat man aber genug Platz um an einander vorbei zu tauchen. Leider bleibt es nicht aus, dass man die vielen Ablagerungen und den Rost im Bunker aufwirbelt und so nach 20 Minuten die Sicht schlechter wird.
Der Tauchgang ist nichts für Leute mit Platzangst. Auch sollte man sicher Tarieren können, da der Platz zu allen Seiten sehr begrenzt ist und man mehrere Ebenen zu entdecken hat.
Bilder von den Möllerbunkern |