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Wracktauchen in der Ostsee mit Tauchen Hamburg

Am Samstag, den 12.08.2006 war ich in Hamburg und hatte mich vorher erkundigt, welche Möglichkeiten es dort für Taucher gibt. Auf der Webseite von Tauchen Hamburg hab ich dann einen Terminkalender gefunden in dem für dieses Wochenende Wracktauchen angeboten wurde. Dort habe ich dann am Montag vorher angerufen und glücklicherweise war für den Samstag auch noch ein Platz frei.

Samstag um 9:00 Uhr war dann Treffpukt am Shop in der Barmbeker Str. in Hamburg. Als erstes bekommt man dort einen frischen Kaffee in die Hand gedrückt um erst einmal richtig Wach zu werden. Nachdem alle eingetroffen waren gab es ein kurzes Vorab-Briefing. Herauszuheben ist vor allem die Wegbeschreibung, die an alle verteilt wurde, so dass keine große Zeit mit Wegbeschreibungen verbracht werden musste und im Endeffekt auch jeder problemlos zum Ziel gefunden hat.

Es ging dann los Richtung Langholz, wo sich ein Campingplatz direkt an der Ostsee befindet. Hier wurden die Zelte aufgebaut und eine Gruppe blieb hier, um vom Strand in der Ostsee zu tauchen oder um Ausbildung zu machen.

Auf dem Campingplatz wurde auch der Bus von Tauchen Hamburg als mobile Basis mit großem Luftvorrat und allen möglichen Utensilien stationiert. Nun mussten nur noch die Flaschen an alle Wracktaucher verteilt werden und schon konnte es los gehen nach Damp, von wo aus wir zu unserer Wracktour in der Ostsee starten sollten.

Das Ostseebad Damp liegt etwa 15 min vom Campingplatz entfernt, direkt am Hafen gibt es Parkplätze, so dass man das Tauchequipment nicht weit schleppen muss.
Direkt am Hafen erwartete uns schon Timmi von busdiver.de. Die mobile Tauchschule besitzt unter anderem ein Schlauchboot mit dem man zum Tauchen in der Ostsee verschiedene Wracks ansteuern kann.

Nach kurzer Vorbesprechung zogen wir uns um, beluden das Boot und starteten zu unserem ersten Wracktauchgang in der Ostsee. Ziel war die Svendborsund, welche etwa 15 min Fahrt vom Hafen entfernt in einer Tiefe von ca. 20m liegt. Dort angekommen lag schon ein anderes Schlauchboot mit weiteren Tauchern vor Anker, was aber kein Problem darstellte. Auch das Anrödeln auf dem Boot und der Einstieg per Rückwärtsrolle war völlig unproblematisch.
Problematisch war lediglich die Tatsache, dass ich und mein Buddy nach kurzer Zeit wärend des Abstiegs die Ankerleine und unseren Guide Timmi aus den Augen verloren haben, was darin uferte, dass wir den Rest der Gruppe verloren haben und daher leider auch das Wrack nicht zu Gesicht bekamen. War aber egal, da wir ja noch einen zweiten Tauchgang planten und daher in aller Ruhe die Ostsee ein wenig erkundeten.
Die Sicht auf 20 m betrug ca. 6-7m und eine Lampe war nicht unbedingt notwendig. Lediglich in den obersten Schichten bis ca. 10 m war das Wasser recht trüb und die Sicht war deutlich schlechter.
Die Temperatur betrug auf 21 m ca. 10°C, so dass es mit einem halbtrockenen Anzug nicht zu kalt wurde.

Als wir wieder aufgetaucht waren, zog sich allerdings gerade ein Gewitter zusammen, so dass wir abbrechen und zum Hafen zurückkehren mussten. Sehr ärgerlich, aber leider nicht zu ändern. Etwas entschädigt wurden wir dann mit einer sehr rasanten Schlauchbootfahrt über die leicht rauhe See.

Zurück im Camp von Tauchen Hamburg gab es dann das obligatorische Dekobier und der Grill wurde angeschmissen. Dazu packte Illuminator Heinrich etwa 50 beleuchtete Dekoartikel aus, von der Lavalampe über die farbige Leuchtstoffröhre und Lichterschläuche bis hin zu diversen Lichterketten. Diese Beleuchtungsaktion hatte zwei Vorteile: Es gab allgemeines Gelächter und das Camp war sehr atmosphärisch geschmückt.

Wenn an diesem Tag nicht das Missgeschick mit der Ankerleine passiert wäre und wir nicht nach einem Tauchgang in der Ostsee hätten abbrechen müssen, wäre es ein perfekter Tag gewesen. Die Organisation von Tauchen Hamburg war vorbildlich, es war alles vorhanden und es wurde an alles gedacht. Dazu sind die Preise für die Luft und die Logistik absolut fair. Wer möchte, dem steht übrigens auch Nitrox zur Verfügung.
Am allerwichtigsten fand ich jedoch die Tatsache, dass man als Gast sehr schnell integriert wurde und sich nicht als fünftes Rad am Wagen fühlte. Tauchen Hamburg hat übrigens einen Terminkalender auf der Webseite wo man sich sehr schön schon ein paar Wochen vorher über das geplante Programm informieren kann und dann bei Interesse auch früh genug planen kann.

Nochmal besten Dank an Martin, Tamara und den Rest von Tauchen Hamburg und natürlich an Timmi von busdiver.de.

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